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Das Zauberwort „WLAN Roaming“

In diesem Beitrag möchte ich nun auf das Thema „Roaming“ eingehen. Es handelt sich hierbei um die Fortsetung meines Beitrags vom vergangenen Sonntag.

Beim Roaming handelt es sich in diesem Kontext um die Übergabe einer bestehenden Client Verbindung von einem WLAN Accesspoint zu einem anderen AP mit einer besseren Signalstärke. Man möchte dadurch beispielsweise in einem großen Firmengebäude erreichen, das sich der Nutzer mit seinem Endgerät durch das Gebäude bewegen kann ohne die WLAN Verbindung zu verlieren. Je nachdem wie man das Roaming implementiert, kommt es bei der Übergabe zwischen den AP’s nur zu einer kurzen oder im Optimalfall sogar zu überhaupt keiner Unterbrechung. Letzteres ist besonders für IP Telefonie wichtig.

Für die Implementierung gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Es gibt sowohl mehrere IEEE Standards als auch herstellerspezifische Implementierungen. Alle Herangehensweisen haben gemeinsam, das die Accesspoints alle die selbe SSID senden und so im Objekt positioniert werden, das sich die Signale auf  unterschiedlichen Kanälen überlappen. Die Signalstärke mit der sich die Signale überlappen ist hierbei nicht ganz unwichtig. Von Apple gibt es beispielsweise eine Referenz in der beschrieben wird, das Apple Geräte ab iOS 8 bei einer Signalstärke von unter -70 dBm mit der suche nach einem geeigneten Accesspoint zum ausweichen mit einer Signalstärke von mindestens -67 dBm beginnt.

Die einfachste Möglichkeit die Roaming Funktionalität zu realisieren, ist wie schon in meinem vorherigen Beitrag beschrieben, alle Accesspoints auf die selbe ESSID (Extended Service Set Identifier) zu setzten und ebenfalls das selbe Verschlüsselungsverfahren + Kennwort einzustellen. Davon abgesehen das diese Methode bei mir überhaupt nicht zufriedenstellend funktioniert hat, hat sie auch noch den Nachteil, das es bei jedem AP Wechsel zu einer Verbindungsunterbrechung von mehreren Sekunden kommt. Der Grund hierfür ist, das bei jedem Wechsel ein neuer Verbindungsaufbau inklusive Aushandlung von Authentifizierung und Verschlüsselung erfolgen muss.

Eine bessere Möglichkeit bieten die Standards IEEE 802.11f (veraltet) und 802.11r. Diese definieren einen Datenaustausch zwischen den Accesspoints bei dem Informationen über die verbundenen Clients übergeben. Die ausgetauschten Informationen ermöglichen einen nahezu unterbrechungsfreien Wechsel der Clients zwischen den Accesspoints.

Wie genau das im Detail funktioniert und wie es eingerichtet wird, habe ich bisher noch nicht herausgefunden. Ich werde mir erstmal geeignete Hardware zum herumprobieren beschaffenund anschließend auf diesem Blog darüber berichten.

daniel.niewerth

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